[18.10.2004] In Deutschland leiden etwa 4 bis 6 Millionen Menschen an der Volkskrankheit Osteoporose. Durch das steigende Lebensalter in der Bevölkerung wird die Zahl der Betroffenen in den nächsten Jahren erheblich zunehmen. Leider beginnt die Osteoporose schleichend und wird oft erst dann erkannt, wenn schmerzhafte Wirbelkörperbrüche oder Oberschenkelhalsfrakturen aufgetreten sind. Etwa alle 90 Sekunden ereignet sich in Deutschland ein osteoporosebedingter Knochenbruch am Oberschenkelhals, Unterarm oder an einem Wirbelkörper. Oft verbergen sich die Brüche hinter vermeintlich "gewöhnlichen" Rückenschmerzen, Rundrücken mit Atemnot oder starker Abnahme der Körpergröße.
Über 90 Prozent der Patienten mit Oberschenkelhalsbruch haben eine verminderte Knochendichte. Fast immer ist eine Osteoporose die Ursache! Meist wird über der Versorgung des Knochenbruches vergessen, an eine Osteoporose zu denken. Und gerade in solchen Fällen drohen schon bald weitere Knochenbrüche!
Entgegen der landläufigen Meinung ist die Osteoporose keine Krankheit, mit der ausschließlich Frauen nach Ausbleiben der Regel (Menopause) zu kämpfen haben. Auch Männer kann es erwischen. Ca. jeder 5. Mann ist von einer Osteoporose betroffen. 30 Prozent aller Oberschenkelhalsbrüche erleiden Männer.
Aus diesen Zahlen kann man neben der immensen Bedeutung für unser Gesundheitswesen vor allem eines erkennen: Osteoporose geht uns alle an! Die Weltgesundheitsorganisation hat die Osteoporose kürzlich zu einer "weltweiten Epidemie" erklärt, die man nicht tolerieren kann.
Doch gegen die Osteoporose können Sie aktiv vorgehen. Knochenbrüche sind vermeidbar. Die rechtzeitige Diagnose anhand der Erkennung von Risikofaktoren, körperlichen Veränderungen und ggf. einer Knochendichtemessung ermöglicht heute eine zeitgemäße Therapie, deren Kosten von den Krankenkassen getragen werden.
Informieren Sie sich. Nur gut informierte Menschen können aktiv einer Osteoporose vorbeugen und am Heilverlauf teilnehmen! Sie haben am 26. Oktober ab 17.30 Uhr Gelegenheit dazu im Rahmen eines großen Informationsabends "Osteoporose" in der Stadthalle Sinsheim.
Um 17.30 wird der "Infomarkt Osteoporose" eröffnet. Neben einem kostenloser Osteoporose-Risiko-Check, laden Informationsstände und Ausstellung ein, sich persönlich zum Thema Osteoporose beraten zu lassen. Nehmen Sie teil am Osteoporose-Gewinnspiel mit attraktiven Preisen.
Um 18.30 Uhr wird der zweite Teil des Abends eröffnet mit einem Vortrag von Dr. Christof Reitzner. Sie werden erkennen, dass die Osteoporose keine normale Alterserscheinung ist, sondern eine gefährliche Krankheit. Herr Dr. Martin Stock wird ihnen anschließend zeigen, wie man eine Osteoporose erkennen kann. Dies ist nicht so einfach, wie es scheint. Eine Knochendichtemessung allein reicht nicht aus. In Kaufhäusern oder Apotheken werden diese Messungen häufiger angeboten. Ohne eine umfassende Abklärung der Risikofaktoren einer Knochenerkrankung und eventuell einer weiterführenden Untersuchung durch einen Knochenspezialisten wird eine notwendige - und von den Krankenkassen bezahlte - Therapie unnötig verschleppt, bis die auftretenden Knochenbrüche ihre Lebensqualität beträchtlich einschränken.
Nach einer aktiven Bewegungspause mit Frau Beate Wiedemann, Physiotherapeutin und Leiterin einer Osteoporose-Präventionsgruppe wird Ihnen Herr Dr. med. Hermann Schwarz, Facharzt für Orthopädie erläutern, wie Sie zu mehr Lebensqualität gelangen durch die erfolgreiche Therapie der Osteoporose nach den neuesten Empfehlungen. Herr Dr. Schwarz ist ausgewiesener Experte zum Thema Knochenerkrankungen und Präsident der Deutschen Orthopädischen Gesellschaft für Osteologie sowie Mitglied des Vorstands des Kuratoriums für Knochengesundheit mit Sitz in Sinsheim.
Der Informationsabend des Gesundheitsforums Sinsheim unter der Leitung der Fachärzte für Orthopädie Dr. med. Christof Reitzner und Dr. med. Martin Stock wird in Kooperation mit dem Kuratorium Knochengesundheit e.V. veranstaltet. Frau Carin Schnepper, die Geschäftsführerin des Kuratoriums wird ihnen diese älteste unabhängig arbeitende gemeinnützige Organisation in Deutschland vorstellen, die im Kampf gegen den Knochenschwund und für die Interessen der Betroffenen aktiv ist. Weitere Informationen erhalten sie über das Gesundheitsforum Sinsheim, Dr. C. Reitzner & Dr. M. Stock, Hauptstraße 71 in 74889 Sinsheim.
Info-Telefon: 07261 5880
oder über das Kuratorium Knochengesundheit e.V.
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