Orthopädische Gemeinschaftspraxis
Dr. Christof Reitzner
Dr. Martin Stock
Hauptstraße 71, 74889 Sinsheim
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Geschichte der Traditionellen Chinesischen Medizin

Das Beste aus zwei Welten kombinieren

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) wird häufig mit Akupunktur gleichgesetzt. Doch diese alte Medizin bietet mehr. Wer sich näher damit beschäftigt, entdeckt eine vielschichtige, ganzheitliche Heilkunde. Neben der Akupunktur kommen z. B. auch Empfehlungen zur Lebensführung (Ordnungstherapie), Bewegungsübungen (z. B. Qi Gong), Ernährungsberatung nach den Regeln der TCM, Therapie mit chinesischen Heilkräutern, chinesische Heilmassage (Tuina), Schröpfkopfbehandlung, Akupressur zur Anwendung. Gerade bei chronischen Erkrankungen stellt die TCM eine ideale Ergänzung der Behandlungsmethoden aus der klassischen Schulmedizin dar - übrigens auch in China selbst.

Einen sehr guten Überblick über die Grundlagen der TCM liefert das Buch von Ted Kaptchuk: Das große Buch der chinesischen Medizin. Die Medizin von Ying und Yang in Theorie und Praxis (z.B. als Taschenbuch in verschiedenen Verlagen erschienen). TCM lässt sich - wie unsere westliche Medizin auch - nicht an einigen Wochenenden erlernen. Der seriöse Umgang und die Verantwortung im Umgang mit unseren Patienten erfordert lebenslanges Lernen. Wer aber einmal damit angefangen hat, den lässt die Faszination dieser im echten Sinne ganzheitlichen Medizin nicht mehr los - zumal die zwischenzeitlich erhältichen Übersetzungen der Orignialliteratur und fundierte wissenschaftliche Untersuchungen immer Neues entdecken lassen.

Zur Geschichte der Tradionellen Chinesischen Medizin

Die Ursprünge der Traditionellen Chinesischen Medizin liegen weit zurück: Einige Experten gehen davon aus, dass sie in China vor mehr als 2000 Jahren entstanden ist, andere gehen noch weiter zurück und sprechen sogar von mehr als 6000 Jahren. Fest steht aber, dass das eigenständige Heilkundesystem im Laufe der Zeit immer weiter entwickelt wurde. So wurde die TCM in der Mitte des 19. Jahrhunderts, als die westliche Medizin durch die Entwicklung von Wissenschaft und Technik viel beachtete Erfolge hervorbrachte, in den Hintergrund gedrängt und in der von westlichen Ideologien regierten chinesischen Republik fast ausgelöscht.

Das Interesse an der TCM erwachte wieder in der Mitte des 20. Jahrhunderts, als klar wurde, dass die westliche Medizin trotz ihres Fortschritts vor allem bei der Behandlung chronischer Erkrankungen Grenzen hat. Zudem hatten die Kommunisten in China die Macht ergriffen und angeordnet, dass die TCM als nationales Eigenwerk erforscht und verbessert werden sollte. Später kamen Einflüsse aus der westlichen Medizin hinzu, sodass die TCM, die westliche Medizin und die Kombination aus beidem schließlich zu drei eigenständigen Heilkundesystemen wurden.

Im heutigen China ist die TCM stärker mit der westlichen Medizin verbunden als im Westen. Obwohl es eigene Krankenhäuser für TCM und für westliche Medizin gibt, gehört zum Studium der fernöstlichen auch die westliche Heilkunde. Außerdem können Ärzte für TCM westliche Medikamente verschreiben.

Im deutschen Gesundheitswesen ist die Traditionelle Chinesische Medizin mittlerweile weitgehend etabliert. So gibt es Fachgesellschaften, in denen Wissenschaftler, Ärzte und Therapeuten - also Forscher und Anwender der TCM - organisiert sind. Sie bieten zum Beispiel Fort- und Weiterbildungen an und helfen Patienten und Interessierten mit Informationen weiter.




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