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Orthopädische Gemeinschaftspraxis Dr. Christof Reitzner Dr. Martin Stock Hauptstraße 71, 74889 Sinsheim |
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Zur Behandlung von Beschwerden und Krankheiten gibt es in der Traditionellen Chinesischen Medizin verschiedene Verfahren, die auch als "die fünf Säulen der TCM" bezeichnet werden:
Diese Verfahren eignen sich besonders zur Behandlung funktioneller und chronischer Erkrankungen wie Gelenk- und Rückenschmerzen, Allergien, Asthma und chronisch-entzündlicher Darmkrankheiten. Sie wirken aber auch bei akuten Erkrankungen wie Kopfschmerzen, Migräne und viralen Infekten. Da sie schmerzlindernd sind, lässt sich häufig die Dosis herkömmlicher Schmerzmittel senken. Die Chinesischen Therapieverfahren sind daher eine gute Ergänzung zur westlichen Medizin.
Bei der Therapie nach den Regeln der TCM wird vorrangig nicht eine Krankheit bekämpft, sondern ein individuelles Konzept entwickelt, um es einem Menschen zu ermöglichen, sein Gleichgewicht und damit seine Gesundheit wiederzufinden. Abhängig von dem zugrundeliegenden Syndrommuster wird ein individuelles Behandlungkonzept erarbeitet. Im Unterschied zur westlichen Diagnose, z. B. Magengeschwür, können für jeden Patienten unterschiedliche Behandlungen vorgeschlagen werden da aus Sicht der TCM mehrere TCM-Syndrome zu einem Magengeschwür führen können.
Die Akupunktur stellt das bei uns bekannteste chinesiche Therapieverfahren dar. Es gibt in Asien jedoch viele regionale Unterschiede, z.B. Ohrakupunktur, koreanische Handakupunktur, japanisch Schädelakupunktur nach Yamamoto als hervorragende Ergänzungen der klassischen Körperakupunktur.
Dieser Begriff setzt sich aus zwei Worten zusamen: lat. acus = Nadeln und lat. pungere, punctum = stechen, und bedeutet: den Punkt stechen. Damit wird eine jahrtausendealte, aus China stammende Heilweise bezeichnt.
Bei der Körperakupunktur werden ganz feine und dünne Nadeln an bestimmten Stellen des Körpers eingestochen. Die Auswahl dieser Stellen erfolgt durch den Arzt nach:
Bei Kindern oder sehr schmerzempfindlichen Menschen bieten wir an, die Akupunkturpunkte völlig schmerzfrei mit einem Therapielaser zu stimulieren.
Allerdings sind dann erfahrungsgemäß mehr Anwendungen angezeigt.
Neben der traditionellen Körperakupunktur gibt es
Sonderformen der Akupunktur, z. B.:
Manche Akupunkturpunkte werden nicht genadelt, sondern über eine Wärmezufuhr stimuliert: Moxibustion. Hierzu verwenden wir in unserer Praxis rauchfreies Klebemoxa (chinesisches Beifußkraut).
Die Traditionelle Chinesische Medizin beschreibt zwei gegensätzliche, aber sich ergänzende Kräfte, Yin und Yang. Diese beiden Kräfte stehen normalerweise in einem harmonischen Gleichgewicht. Eine Störung dieses Gleichgewichts zwischen Yin und Yang äußert sich gemäß der Chinesischen Medizin als Krankheit.
Die Anwendung der Akupunktur führt zu einer Harmonisierung von Yin und Yang. Durch diese Harmonisierung werden die Selbstheilungkräfte des Körpers angeregt.
In der modernen westlichen Forschung gibt es immer mehr Forschungsergebnisse und vergleichende Therapiestudien, die die Wirksamkeit der Akupunktur belegen.
"Akupunktur heilt, was gestört ist.
Akupunktur heilt nicht, was zerstört ist."
(Prof. Dr. med. dent. H.F. Herget)
Die Akupunktur kann bei einer Vielzahl von Störungen alleine oder in Kombination mit anderen Therapieverfahren (z. B. Manuelle Medizin, Therapeutische Lokalanästhesie) angewendet werden. Besonders gut lassen sich beispielsweise akute Schmerzsyndrome wie Rücken- und Kopfschmerzen behandeln. Im Verlauf einer Akupunkturbehandlung von chronischen Schmerzen kann häufig die Dosis von Schmerzmitteln reduziert werden.
Einen garantierten Behandlungserfolg mit Hilfe der Akupunktur können wir Ihnen leider nicht geben. Die Grenzen der Akupunktur liegen z. B. dort, wo bleibende Gewebeschäden bereits aufgetreten sind.
So ist Akupunktur nicht bei bösartigen Erkrankungen als Heilverfahren geeignet. Aber auch bei lebensbedrohlichen Erkrankungen und schweren Infektionen wird die Akupunktur nicht angewendet. In der Schwangerschaft ist besondere Vorsicht bei der Anwendung der Akupunktur geboten.
Da Akupunktur je nach Erkrankung nur einen Teilaspekt des gesamten Therapiekonzepts darstellt, ist die Zusammenarbeit z. B. mit Ihrem Hausarzt wichtig.
Als ausgebildete Ärzte sehen wir die Akupunkturbehandlung nicht als Alternative zur westlichen Medizin, sondern als wertvolle Ergänzung.
Eine Akupunkturbehandlung dauert zwischen 20 und 30 Minuten. Sie sollten unmittelbar vor und drei bis vier Stunden nach der Behandlung keine anstrengenden Tätigkeiten oder Sportarten durchführen.
In China werden ca. 70 Prozent der Erkrankungen nicht mit Hilfe der Akupunktur allein, sondern durch Heilkräuter behandelt. Diese Arzneimitteltherapie ist sehr komplex und kann nur durch jahrelanges Studium erlernt werden.
Meistens werden die Rezepturen als Arzneitee (Dekokt) eingenommen. Es gibt aber auch Tropfen, Pillen, Salben und andere Externa.
Wie immer, wenn etwas boomt, wird versucht rasch Geld zu verdienen. So sind TCM-Präparate in Umlauf gekommen, die aufgrund des Massenanbaus mit Schwermetallen oder Insektiziden belastet waren. Durch eine falsche Zubereitung (wohl mangels Unkenntnis der chinesischen Bezeichnungen) wurde ein krebsauslösendes Präparat (Aristolochia-Säure) vertrieben.
Gute chinesiche Arzneimittel kosten auch etwas. Viele Apotheken haben sich auf qualitativ hochwertige Arzneimittel spezialisiert. Hier wird auch darauf geachtet, dass tierische Bestandteile nicht das internationale Artenschutzabkommen verletzen. Viele dieser sogenannten TCM-Wundermittel kommen weniger aus der Medizin als aus der schillernden Welt der Aphrodisiaka (Potenzmittel).
Häufig werden zur Unterstützung der Akupunkturwirkung noch Schröpfkopfe über die Nadeln gesetzt. Gerade bei akuten Schmerzen kann dies sinnvoll sein um die lokale "Fülle" zu entlasten. Wir verwenden Sauggläser mit Vakuumballon. Bei breitflächigen Verspannungen z.B. der HWS und Schulter-Nacken-Muskulatur lässt sich auch sehr gut eine Schröpfkopfmassage durchführen. Diese führt zur einer deutlich sicht- und spürbaren Mehrdurchblutung der Haut und damit reflektorisch der Muskulatur.
Eine ausführlichere Beschreibung dieses Therapieverfahrens finden sie auf unserer Homepage unter Schröpftherapie.
Tuina ist eine ärztliche Massageform der Traditionellen Chinesischen Medizin und wird nicht nur zur Behandlung von orthopädischen Beschwerden sondern auch für verschiedene andere Erkrankungen angewandt.
Auf Grund einer TCM-Diagnose wird bei der sehr individuellen Tuinabehandlung über eine Stimulation von ausgewählten Akupunkturpunkten und Meridianen eine regulierende und harmonisierende Wirkung ausgeübt. So wird die Tuinamassage auch für die Behandlung komplexer TCM-Syndrome angewandt. Die manipulativen Gelenktechniken und weichen muskulären Behandlungstechniken können aber vor allem sehr gut für Erkrankungen des Bewegungsapparates eingesetzt werden.
Besondere Erfolge können vor allem bei Kopfschmerzen, Schlafstörungen, gynäkologischen Erkrankungen, Funktionsstörungen der Verdauung und Schmerzsyndromen aller Art erwartet werden. Geschätzt wird eine Tuina aber einfach auch regenerierend über eine allgemeine Harmonisierung bei Stress und nach Belastungen des Alltags.
Qi - Lebensenergie
Gong - beständiges Üben
Qi Gong ist ein moderner chinesischer Begriff für eine Vielfalt von Traditionen des kunstvollen Umgangs mit Qi (Lebensenergie).
Qi Gong wird als Übungsweise geschätzt, als Weg der Entfaltung individueller Lebendigkeit und Kreativität. Es ist ein ursprünglicher Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und eine erfolgreiche Selbst-heilungsmethode. Im Selbstverständnis des Qi Gong liegt es, daß es sich auf alle Ebenen des menschlichen Seins auswirkt. So kann Qi Gong ein Weg oder eine Lebensbegleitung sein.
Allen Übungsformen gemeinsam ist es, die Präsenz im gegenwärtigen Moment zu stärken, den eigenen Qi-fluss wahrzunehmen und ihn sich in ein dynamisches Gleichgewicht wandeln zu lassen.
Entscheidend ist die Freude beim Üben.
Qigong-Übungen:
Die Ernährung nach der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) - auch Fünf Elemente Ernährung genannt - legt Wert auf regionale und saisonale Nahrungsmittel, im Idealfall aus biologischen Anbau. D.h. es wird nicht gekocht, wie sie es vom "Chinesen" kennen, sondern es kommt auf die richtige Zusammenstellung der Gerichte an. TCM-Ernährung ist also nichts exotisches - auch wenn es natürlich sehr schmackhafte Gerichte in den regional sehr unterschiedlichen chinesischen Küche gibt. Eine sinnvolle Ernährung nach den Reglen der TCM legt also Wert auf die regionalen und klimatischen Besonderheiten. Ein Lammgeschnetzeltes mit Rosmarinkartoffeln kann also sehr wohl ein ausgewogenes TCM-Gericht sein.
Grundlage der Ernährungslehre sind wie in der TCM insgesamt die Vorstellungen von Yin und Yang. Besteht im Körper ein harmonisches Gleichgewicht dieser Energien, ist der Mensch gesund. Die Ernährung dient dazu, diese Harmonie zu fördern und zu erhalten. Qualitativ minderwertige Lebensmittel können also wenig zur Gesunderhaltung beitragen.
Ihren Namen 5-Elemente-Ernährung hat die TCM-Ernährunglehre von den fünf Elementen erhalten, die in der TCM eine Rolle spielen: Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser.
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Dem Element Holz entspricht der saure Geschmack. Hierzu gehören zum Beispiel Essig, Orangen, Tomaten, Weizen und Huhn. |
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Dem Element Feuer wird der bittere Geschmack zugeordnet. Entsprechende Lebensmittel sind etwa Rote Bete, Rucola, Roggen und Schafskäse. |
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Dem Element Erde entspricht der süße Geschmack und Lebensmittel wie Kartoffeln, Mais, Butter, Eier, Rindfleisch und Karotten. |
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Zum Element Metall gehört der scharfe Geschmack und Nahrungsmittel wie Zwiebeln, Senf und Gänsebraten. |
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Dem Element Wasser wird der salzige Geschmack zugeordnet. Entsprechende Lebensmittel sind Salz, Fisch, Hülsenfrüchte, Oliven und Wasser. |
Da der Anteil der Energien bei jedem Menschen individuell ist, kann die für ihn richtige Ernährung nach den 5 Elementen nur nach einer vorherigen Feststellung TCM-Syndromdiagnose festgelegt werden, um keine unerwünschten Wirkungen hervorzurufen. Typisches Beispiel: ein Mensch mit "Kälte im Magen" würde mit reichlich Rohkostsalaten und kaltem Joghurt seinen Kältezustand nur noch verschlimmern. Hier sind schonend gegarte Lebensmittel besser, z.B. zum Frühstück statt Apfelrohkost mit kalten Joghurt aus dem Kühlschrank besser ein gekochter Getreidebrei mit gehackten Walnüssen und einem warmen Apfelkompott. Übrigens: auch die bei uns im Winter heiß geliebten Zitrusfrüchte sind nach der Ernährungslehre der TCM sehr "kalt".
Die Ernährungsempfehlungen richten sich auch nach der jeweiligen Jahreszeit; kalte Lebensmittel sollen überwiegend im Sommer bzw. der warmen Jahreszeit gegessen werden, warme Lebensmittel dagegen im Winter bzw. der kalten Jahreszeit.
Jede Mahlzeit soll möglichst alle fünf Geschmacksrichtungen (sauer, bitter, süß, scharf, salzig) enthalten, um ausgewogen zu sein.