Zeit zum Handeln: "Laufen gegen Osteoporose!" - [12.05.2005]

Sinsheim (ots) - Anlässlich des 6. Berliner Bundestagslaufs am 11. Mai 2005 erklären die Vertreter der Mitgliedsorganisationen der Nationalen Initiative gegen Osteoporose:
"Der Bundestagslauf steht in diesem Jahr unter dem Motto "Laufen gegen Osteoporose!" Denn Bewegung spielt bei der Vorbeugung von Knochenschwund eine wichtige Rolle und ist bei Osteoporose ein wichtiger Baustein der Behandlung. Doch man sollte nicht dem Irrtum verfallen, als könne man Osteoporose oder osteoporosebedingte Knochenbrüche allein durch eigene Anstrengungen verhindern. Die Mehrzahl der Betroffenen kann nichts für ihre Erkrankung, weil meist nicht beeinflussbare Faktoren, wie zum Beispiel die Veranlagung oder eine andere Krankheit, für den fortschreitenden Knochenschwund mit seinen verheerenden Folgen verantwortlich sind.
"Laufen gegen Osteoporose!" heißt deshalb auch: Es ist Zeit, gegen die Ignoranz gegenüber dieser Erkrankung anzulaufen. Angesichts der demografischen Entwicklung wächst die Zahl der Osteoporose-Patienten rasanter als erwartet. In Deutschland leiden mittlerweile bis zu sechs Millionen Menschen unter dem fortschreitenden Knochenschwund. Damit zählt Osteoporose zu den am meisten belastenden chronischen Krankheiten unserer Zeit. Deren Anerkennung als Volkserkrankung steht indessen noch aus. Die Defizite in der Versorgung dieser Patienten sind erheblich. Weniger als 25 Prozent der Betroffenen erhalten derzeit ein adäquate Therapie."
Um dies zu ändern, verfolgt die Nationale Initiative gegen Osteoporose folgende Ziele:
Anerkennung der Osteoporose als eine der häufigsten chronischen Krankheiten;
Etablierung adäquater Präventionsmaßnahmen für besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen;
Verbesserung der Qualität der Versorgung von Osteoporose-Patienten, um osteoporosebedingte Knochenbrüche zu verhindern;
Gewährleistung und Bereitstellung von Ressourcen zur Diagnose und rechtzeitigen Therapie für Osteoporose-Risiko-Patienten bereits vor einem ersten Knochenbruch;
Stärkung der Patienten-Selbsthilfe.
Die Nationale Initiative gegen Osteoporose steht unter der Schirmherrschaft von Frau Prof. Dr. Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a. D., und wird von einer überparteilichen Interessensgruppe unterstützt, der sich die Bundestagsabgeordneten Dr. Erika Ober (SPD), Detlef Parr (FDP), Horst Seehofer (CSU) und Annette Widmann-Mauz (CDU), die Patientenbeauftragte der Bundesregierung Helga Kühn-Mengel (SPD) sowie die Europaabgeordnete Dr. Angelika Niebler (CSU) angeschlossen haben.
Quelle: Nationale Initiative gegen Osteoporose
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